Neuss wählt besseren Radverkehr

Steffen Gremmler
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Das Fahrrad spielt auch in Neuss eine immer wichtigere Rolle. Jahr für Jahr fahren mehr Menschen regelmäßig mit dem Rad und legen dabei immer längere Strecken zurück. Der Neusser Verkehr, die Lebensqualität und die Radfahrenden selbst profitieren davon: Radfahren ist nicht nur gesund, es ist auch vergleichsweise kostengünstig und damit für breite Bevölkerungsschichten attraktiv.

 

Fahrradfahren produziert weder Lärm, noch gesundheits- und klimaschädliche Abgase. Auf kurzen Strecken ist das Fahrrad häufig auch das schnellste Verkehrsmittel. Trotz all diesen Vorteilen wird der Radverkehr in Neuss noch zu wenig gefördert. Die Radinfrastruktur ist in einem schlechten Zustand. Beim letzten ADFC-Fahrradklimatest hat Neuss sogar schlechter abgeschnitten, als noch in den Jahren zuvor. Besonders schlecht bewertet wurden dabei viele Aspekte, die DIE LINKE in den vergangenen Jahren immer wieder thematisiert hat: gefährliche und ungesicherte Baustellen, mangelhafte Pflege und Reinigung von Radwegen, unkoordinierte Ampelschaltungen und folgenloses Falschparken auf den Radwegen. Auch das Fehlen eines funktionierenden Bike-Shadings-Systems wird von den Radfahrenden in Neuss kritisiert.

 

DIE LINKE setzt sich dafür ein, das Radfahren als wichtigen Teil der Verkehrsplanung zu integrieren und dabei auch die kombinierte Nutzung von Rad und ÖPNV besonders zu berücksichtigen.

 

Für eine ökologische und soziale Radverkehrspolitik fordert DIE LINKE:

 

  • Konsequente Pflege und Winterdienst für die bestehende Radinfrastruktur.
  • die gleichrangige Berücksichtigung des Radverkehrs in der Verkehrsplanung.
  • Weitere Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr, um die Wege zu verkürzen.
  • ein Bikesharing-System über die Stadtgrenze hinaus, um Fahrten auch nach Düsseldorf und in den Kreis zu ermöglichen.
  • mehr Sicherheit an Baustellen: durch bessere Beschilderung und Ausweichmöglichkeiten für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger.
  • mehr Platz im Straßenraum durch ausreichend große Sicherheitsstreifen für den Radverkehr.
  • breitere und sicherere Radwege und eine kritische Überprüfung der bestehenden Wege auf ihre Sicherheit, z.B. in Bezug auf einmündenden MIV.
  • Maßnahmen und stärkere Kontrollen gegen Falschparker auf Radwegen.
  • Barrierefreie und unterstützende Radangebote, etwa durch den Verleih von Handicap- und Lastenrädern.
  • Vereinfachte Multimodalität, durch den leichteren und barrierefreien Umstieg zwischen Rad und ÖPNV.
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