LINKE beantragt: Abfallgebühren senken durch kleinere Tonnen!

Steffen Gremmler
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Die Abfallgebühren in Neuss sind vergleichsweise hoch: laut einem Gebührenranking aus dem letzten Jahr von Haus & Grund Deutschland gehört Neuss zu den 16 teuersten Städten.

 

Im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden gibt es dementsprechend immer wieder Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über die Gebührenhöhe und über das Neusser System der Abfallentsorgung. Das bietet nämlich kaum Anreize für eine umweltpolitisch wünschenswerte Müllvermeidung. Wer Müll spart, indem er bewusst Produkte ohne überflüssige Verpackung kauft, muss am Ende genau so viel Gebühren zahlen wie seine Nachbarn, die das nicht tun. 

 

Eine Ursache sieht die Fraktion der LINKEN darin, dass der kleinste in Neuss zugelassene Abfallbehälter die Größe von stattlichen 120 Litern hat und mindestens zweiwöchig geleert werden muss.  Dies führt in vielen Fällen dazu, dass Bürgerinnen und Bürger für wesentlich mehr Abfallvolumen zahlen müssen, als bei ihnen tatsächlich anfällt.

 

Ein Beispiel: eine alleinstehende Person muss laut Abfallentsorgungssatzung für ein Volumen von 40 Litern Abfall/Woche bezahlen. Durch Gebrauch der „Gelben Tonne“ und Kompostierung der Grünabfälle im eigenen Garten kann das Volumen auf 20 l/Woche reduziert werden. „Das sind im Monat rund 80 Liter“, rechnet Fraktionsvorsitzender Roland Sperling vor. „Gezahlt werden muss aber für 240 Liter, also das dreifache! Denn weniger als eine 120-Liter-Tonne alle zwei Wochen lässt die Satzung nicht zu.“  Ähnlich Überzahlungen gibt es bei anderen Haushaltsgrößen.

 

„Die Verwaltung argumentiert, die Müllfahrzeuge ließen kleiner Abfallgefäße nicht zu“, so Sperling. „Das überzeugt mich nicht: Düsseldorf und Köln z.B. sehen als kleinste Tonne eine 60-Liter-Tonne vor. Warum soll das nicht auch in Neuss möglich sein?“

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