Bürgerpark statt Rennanlage!

Steffen Gremmler
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LINKE fordert Neugestaltung des Parks ohne Galopp

 

Gerade erst musste die Stadt die Millionenschulden des alten Rennvereins übernehmen und mit öffentlichen Mitteln für das Privatvergnügen einiger Vereinsleute und Buchmacher bezahlen. Rennen sollte es danach nicht wieder geben. Doch jetzt könnten, wenn es nach dem Willen von CDU und Grünen geht, bald schon wieder Pferde über die Bahn hetzen.

 

Bürgerpark oder Rennanlage? Wer öffentlichen Nutzen, Tierschutz, Barrierefreiheit und ökologisch ansprechende Grünanlagen für wichtig hält, kann sich da schnell entscheiden. DIE LINKE steht seit Jahren für den klaren Schlussstrich: Keine Rennen mehr, keine weiteren Verzögerungen – Bahn frei für die grüne Lunge mit hohem Freizeitwert und Sportangebot.

 

Jahrelang hinderte der Rennverein an einer positiven Entwicklung des Parks: mangelhafte Pflege, unzugänglicher Innenraum, gesperrte Trainings- und Rennzeiten. Dabei zahlte die Stadt Jahr für Jahr für einen Kredit, den der Rennverein aufgenommen hatte und – nach eigener Darstellung – nicht mehr bedienen konnte. Dann folgte der Grundsatzbeschluss im Rat: keine weitere Kreditübernahme, keine Galopprennen mehr. Doch dieser Konsens hatte nicht lange Bestand. In der Ratssitzung vom 19. Juni beantragten Grüne und CDU, eine Wiederaufnahme des Rennbetriebs mit einem neuen Verein zu prüfen. Stadtverwaltung und „Neuss Marketing“ widersprachen: die Bahn sei in keinem guten Zustand, außerdem würde die weitere Entwicklung des Parks dadurch gehindert. So sei bereits ein Beachvolleyball-Feld geplant, dass eine gute Ergänzung zur neuen „Strandbar“ darstellen würde.

 

Von diesen Fakten unbeeindruckt, wurde in der späteren Gesellschafterversammlung von „Neuss Marketing“ gegen eine einzige Stimme die Aufnahme von ergebnisoffenen Gesprächen beschlossen. Nur DIE LINKE bleibt konsequent!

 

„Wer heute in den Park geht, findet eine ziemliche Wüstenei vor“, erklärt Vincent Cziesla, Stadtverordneter der Fraktion DIE LINKE. „Es ist unübersehbar, dass das Gerangel um die Zukunft des Parks, die Entwicklung behindert. Wir fordern Klarheit, in Form eines deutlichen Auftrages an Neuss Marketing, den Park weiterzuentwickeln und neue Veranstalter an Land zu ziehen. Das geht nur dann, wenn Planungssicherheit herrscht. Ohne diese Verlässlichkeit liegt der Park brach.“

 

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