DIE LINKE protestiert gegen Gänsejagd im Stadtgarten

Steffen Gremmler
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Fraktion setzt Thema auf die Tagesordnung

Nach der Ankündigung des Bürgermeisters, die Gänse im Stadtgarten bejagen lassen zu wollen, protestiert die Ratsfraktion DIE LINKE scharf gegen dieses Vorgehen.
„Das Töten der Tiere ist unnötig, grausam und unwirksam“, erklärt Judith Kauff, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Alle Expertisen und auch die Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass die Population sich selbst stabilisiert. Das bedeutet, dass freiwerdende Plätze durch hinzuziehende Gänse ersetzt werden.“
DIE LINKE kämpft schon lange für andere Wege, um das Miteinander von Mensch und Tier im Stadtgebiet zu gestalten. „Andere Städte kommen ganz ohne Jagd im Stadtgebiet aus. Man kann Zonen schaffen, in denen sich die Tiere wohlfühlen und in denen sie niemanden stören. Aber das setzt den Willen voraus, nicht nur auf die scheinbar einfachsten Lösungen zurückzugreifen“, so Kauff, die die neueste Ankündigung des Bürgermeisters als „Wahlkampfgetöse auf dem Rücken der Tiere“ bezeichnet.
DIE LINKE wird zu diesem Thema einen Dringlichkeitsantrag in die kommende Sitzung des Umweltausschusses einbringen. „Schon allein die 180-Grad-Wende der Stadtverwaltung, die die Jagd bis vor kurzem noch selbst als unwirksam bezeichnet hat, begründet die Dringlichkeit. Es ist sicher kein Zufall, dass der Bürgermeister diesen überraschenden Schritt geht, kurz nachdem die reguläre Frist zur Einreichung von Anträgen in den Umweltausschuss verstrichen ist. Wenn der Bürgermeister beginnt, wider besseren Wissens zu handeln, ist eine politische Beteiligung der Fraktionen wohl nicht erwünscht“, so Kauff, die entschlossen ist, „diesen tierfeindlichen Unsinn zu stoppen.“

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